



Monte Antico ist für sein, auf einer Hügelkuppe gelegenes, Schloss bekannt, welches das Ombronetal dominiert.
Man gelangt zum Schloss, indem man einer großen Kopfsteinpflasterstraße folgt, die lange Kurven beschreibt und von hunderten von Zypressenbäumen gesäumt wird.
Je höher sie ansteigt, desto weitläufiger wird die Straße, bis sie in den Schlossplatz übergeht, nachdem sie einmal einen Bogen von 360 Grad beschrieben hat. Der Ausblick von diesem Aussichtspunkt aus, zählt zu den großartigsten der ganzen Region. Ein steiler Abhang fällt bis in die Ebene unter dem Hügel ab, wo sich der langsam fließende Ombronefluss seinen Weg bahnt und sich der massige Umriss des Monte Amiata im Hintergrund abzeichnet.
Für beinahe eintausend Jahre wechselten in dem gut zu sehenden Schloss Phasen von großem Überfluss und Verfall. Beweis für seine frühe Existenz findet sich in einem Dokument von 988, in dem es unter dem Namen "Ancaiano" erwähnt wird. Die Gemeindekirche stand einst unter der Rechtssprechung sienesischer Mönche aus Montecelso und später der Mönche von San Lorenzo dell' Ardenghesca.
Die Kirche wurde von den Händen der Ardengheschi, in die der Buonsignori, dann der Tolomei weitergegeben, bis sie 1348 schließlich Teil der Republik von Siena wurde. Während dieser Zeit scheint das Schloss abwechselnd im Besitz zweier Adelsfamilien gewesen zu sein. Dies ist ebenfalls der Ort, in dem von den Sienesen die ersten Komplotte gegen die Spanier geschmiedet wurden.
Nachdem es viele Jahre leer stand, fungiert das Schloss heute als Hotel, das auch als Veranstaltungsort für Konferenzen und kulturelle Aktivitäten genutzt wird.
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