



Die benektiner Abtei von San Lorenzo liegt in den dichten Wäldern des tiefen Tals des schnellfließenden Lanzo Flusses verborgen. Sie steht hier seit über eintausend Jahren, dennoch hat der Zahn der Zeit auch hier, am Klosterkomplex und dem Hauptschiff der Abtei, seine Spuren hinterlassen.
Die Gründung des Klosters geht auf das Jahr 1070 zurück und seine Geschichte ist eng mit dem Schicksal der Ardengheschi Familie verbunden.
Das Kloster wurde zu einem der wichtigsten benektinischen Zentren in der mittleren Toskana und mit ihm verbanden sich wirtschaftliche und territoriale Macht in der Region.
Mit der späteren Vergeudung ihrer Vorzüge, verfiel die Abtei und wurde unter Papst Eugene IV, mit dem Konvent von Santa Maria degli Angeli in Siena im Jahre 1440, und, aus der Unterdrückung von 1780 resultierend, mit dem Kirchenkreis von Santa Maria in Montibus von Civitella, vereint.
Heute ist das Grundstück Privatbesitz und einige der Gebäude wurden in Wohnhäuser umgebaut.
Der Verfall des Gebäudes führte zu der Zerstörung des Hauptschiffes und heute ist alles, was übrig bleibt ein kleines Längsschiff, dessen Fassade jedoch original und beinahe intakt ist. Aus travertinischem Marmor erbaut, ist es ein Beispiel für den rein romanischen Stil. Es gibt zudem ein Pronao, von dem nur noch zwei Halbsäulen mit figürlichen Lettern stehen. Auf einer von ihnen sind zwei monströse Figuren mit nur einem einzigen Kopf zu sehen.
Entlang der ungepflasterten Straße, die nach Civitella führt, kann man die alten Dorfbrunnen sehen, die vor dreißig Jahren restauriert wurden.
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